09. Dezember 2021

Lisas Frosch knaaaaatscht. Normalerwiese quaaaakt er ja. Aber heute knaaatscht er. Und Spielzeug interessiert ihn auch nicht. Da fällt Lisa ein, dass die Großen oft ein Fingerspiel machen, wenn Lisa keine Lust auf Spielen hat oder irgendwo warten muss oder ... Lisa liebt Fingerspiele. Ein Spielzeug, das sie immer dabei hat. Sie genießt dann, dass die Großen endlich ganz nah sind und sich nur mit Lisa beschäftigen. Und sie merkt sich die Abfolge schon und freut sich auf die nächste Bewegung. Das macht ihr großen Spaß.

Fingerspiele fördern nicht nur die Motorik der Hände und die Konzentration, sondern auch die Sprachentwicklung. Spannend ist, dass es Fingerspiele schon gaaaaanz lange gibt. Auch Lisas Oma und Opa kenne lustige Spiele mit den Fingern, die sie wieder von ihren Eltern und Großeltern kennen. Fingerspiele und Kinderlieder sind Kindheitsgeschichte und Tradition.

Lisa ist das ja alles nicht so wichtig, ob es die Tomorik fördert oder schon die Urururururoma gekannt hat. Sie läuft zu dem Großen, der soll den Fingerwärm-Spruch machen. Ganz dringend!

Fingerspiele sind auch Babymassage. Im Shiatsu gibt es Massagegriffe für die einzelnen Finger: eine Massage vom Fingergrundgelenk bis zur Fingerspitze - wie beim Fingerspiel heute. Das regt die inneren Organe an und stärkt das Immunsystem: So fördert die Massage des Daumens die Verdauung, die des Zeigefingers beruhigt, bei der Mittelfingermassage wird der Kreislauf angeregt, beim Ringefinger stärkt es die Abwehrkräfte und die Massage des kleinen Fingers kräftigt Knochen und Gelenke. 
Falls Lisa mit dem Zahnen Schwierigkeiten hat, drücken die Großen die "Schwimmhaut" zwischen Zeigefinger und Daumen mit ihren Fingern - das kräftigt auch den Organismus!

Lisa sucht grad verwirrt ihr Organe. Ob die im kleinen Finger wohnen? Oder im Daumen? Naja, der Frosch mag auf jeden Fall nochmal. Das mit den Organen suchen muss also warten...

Einen massage-feinen Tag!

Anmerkung: Wer noch mehr wissen mag, kann ja mal bei Babymassage oder Babyshiatsu vorbeischauen.


 

8. Dezember 2021

Lisa kramt in ihrer Spielzeugkiste. Die Großen sind gerade in ein Gespräch vertieft. Irgendwas von verspannten Schultern oder so. Dass die Großen aber auch immer motschgern müssen. Da macht sie sich lieber auf die Suche nach einer Spielidee. Hmm.. Stapelbecher ... nein, grad nicht ...

 

Lisa weiß gerade nicht so recht, was sie sucht ... hmm ... Holzmanderl ... hmm ... auch nicht ...

Aufziehknuffel ... nein ... Aber vielleicht findet sie es ganz unten in der Kiste???

Achja. Genau das hat sie doch gesucht. Die Bälle. Mit denen könnte man ... Lisa überlegt ... sie rollt sie hin und her ..

Im Gespräch vertieft nimmt die Große die Bälle und klemmt sie sich unter die Achseln. Das passt Lisa aber nun gar nicht! Schnell holt sie sich ihre Bälle zurück. Bälle unter die Achseln klemmen? Das könnte ein lustiges Spiel sein. Lisa braucht hilfe von den Großen beim Einklemmen. 

Nur Einklemmen findet Lisa fad. Aber damit lässt sich auch dem Stoffhasi ein Bilderbuch vorlesen.

Lisa hat Hunger.  Die Großen sind immer noch am motschgern. Sie klingen zwar schon freundlicher. Aber Lisa muss wohl heute selber kochen. Ob das mit den Bällen unter der Achsel geht?

Während der Große sich ums Essen kümmert tauscht die Große mit Lise die Bälle gegen ein spannendes Buch. Während sich die Große die Bälle nun unter die Achseln klemmt, liest sie Lisa ein Buch vor. Ja das ist besser, findet Lisa. So kommt sie zu einem guten Essen, einem Bilderbuch und einer schulterentspannten Großen.  Warum die Großen da nicht gleich drauf gekommen sind?

Einen gemütlichen schultern-lasst-los-lese Feiertag!

 

Anmerkung: Zwei gleichgroße, nicht zu feste Bälle mit cirka 10 cm Durchmesser eigenen sich am besten für diese Schulterentspannung. Die Bälle einklemmen und 5 - 10 Minuten eingeklemmt halten. Dabei die Bälle immer wieder etwas andrücken und wieder etwas lockerer halten. Dabei kann man ein Buch vorlesen, Wäsche aufhängen, Gemüse schneiden ... Diese Übung hilft, den Bereich der Schultern zu entspannen und zu lösen. Sollte sich das unangenehm anfühlen, zunächst die Übung kürzer machen oder die Bälle anders platzieren oder weichere Bälle wählen.


 

07. Dezember 2021

Lisa liebt den So-tun-als-ob-Schnee. Und sie findet heraus, dass man nicht nur Reis schütten kann. Müsli eignet sich wunderbar dazu!

Die Großen wollten das aus merkwürdigem Gründen nicht mehr im Müsliglas fürs Frühstück haben. Was machen sie jetzt mit dem Schüttmüsli, dass Lisa schön gleichmäßig auf Tisch und Boden verteilt hat?

Im „Matschen und Gatschen“ – Buch von Hanna haben sie auf Seite 34 ein Rezept für Vogelfutter-Ringe gefunden. Statt Sonnenblumenkerne darf Lisa das Bodenmüsli, Bodenleinsamen und ein paar Erdnüsse mit dem Tischmüsli vermischen.

In ihr Kochschüsserl bekommt Lisa einen Löffel Mehl und einen Löffel Zucker mit Wasser zum Verrühren.

 In diesen Gatschkleber taucht Lisa kleine Klorollenabschnitte und dann rollt sie die angegatschten Rollenteile in der Körnchenmischung. Lisa staunt, das Müsli klebt auf der Rolle – und am Finger – und am Tisch. Aber es schmeckt gut!

Die bekörnerten angegatschten Rollen dürfen zuerst trocknen und dann kommen sie hinaus zu den Meisen!

Wer will, kann auch einen Wald-Weihnachtsbaum mit Vogelfutterringen schmücken!

Lisa hofft, dass die Vögerl Müsli genauso gern mögen wie sie. Die Großen sind froh, dass das Tisch-Boden-Müsli noch einen guten Zweck bekommen hat. Und sie blättern schon mal durch das Buch für weitere Ideen. Wer weiß, womit Lisa noch alles zu Schütten anfängt? 

Einen klebrig-knusprigen Dezember-Tag

Anmerkung: Das „Matschen und Gatschen mit Wirbelwind und Träumerlein“ Buch von Hanna kann man im Nanaya gegen eine Spende im Richtwert von 15 Euro erhalten. Im Buch sind noch viele weitere Ideen für sinnesanregende lustige Aktionen zu Hause! So erhalten die Großen zuhause einen Ideenpot für Regentage und das Nanaya eine Unterstützung.
(Eure Spende kommt zur Gänze dem Nanaya zugute. Danke Hanna dafür!)


 

6. Dezember 2021

Lisa wacht auf mit dem Gefühl, dass heute ein besonderer Tag ist. Sie überlegt. Und dann fällt es ihr ein! Heute kommt der Nikolo! Sofort ist sie hellwach. Draußen ist es noch dunkel, aber Lisa kann nicht mehr schlafen. Sie läuft zur Tür.

Die Großen kommen mit geschlossenen Augen ins Vorzimmer, stolpern zuerst über die Holzschnecke, dann über das Feuerwehrauto und fluchen verschlafen. Lisas Schuhe sind leer.

Die Großen holen Lisa wieder ins Bett. Es ist noch viel zu früh ...

Lisa kann nicht mehr einschlafen. Hat da nicht gerade etwas an der Tür geraschelt? Sie dreht sich auf die andere Seite. Aber jetzt! Jetzt hat es sicher geklopft! Lisa ist schon wieder aus dem Bett und bei der Tür.

Die Großen kommen mit halbgeschlossenen Augen ins Vorzimmer, stolpern zuerst über die Holzschnecke, dann über das Feuerwehrauto und fluchen laut. Dass sich die Großen aber auch nicht merken können, wo das Spielzeug liegt. Lisa schaut kurz, ob es der Schnecke gut geht und öffnet die Tür. Wieder nichts.

Die Großen murmeln etwas vor sich hin, schnappen Lisa und marschieren wieder ins Bett.

Lisa ist frustriert. Ob sie dem Nikolo ein Schild hätte malen sollen? Sie kuschelt sich zu den Großen. Aber irgendwie liegt sie nicht gut.

Vielleicht wenn die Füße hier sind und der Kopf ... Nein, doch nicht, besser die Füße zur anderen Seite und dafür die Arme... naja, vielleicht geht es wenn sie den Po etwas ...

Grummel! Lisa! Grunz! Die Großen murmeln irgendetwas von einem Ameisenhaufen, dabei sieht Lisa keine einzige Ameise im Bett ... Aber jetzt! Jetzt ist Lisa ganz, ganz sicher, dass sie den Schlitten vom Nikolo gehört hat.

Sie läuft zur Tür. Die Großen kommen mit einem geöffneten Auge ins Vorzimmer, steigen über die Holzschnecke, dann über das Feuerwehrauto, rutschen auf den Eisenbahnschienen aus, seufzen laut und öffnen mit Lisa die Tür. Endlich! Der Nikolo war da! Lisa staunt, isst und freut sich! 

Und dann mag sie unbedingt auch Nikolo spielen. Irgendwie sind die Großen noch etwas langsam heute, grunzen, grummeln und tasten nach den Kaffebohnen. Dabei braucht Lisa doch unbedingt und jetzt sofort einen roten Umhang ... und einen Stab ... und eine Bischofsmütze ... und einen Schlitten ... und ein Pferd für den Schlitten ... und einen großen, roten Sack! 

Einen schönen Nikolo-Tag!


 

5. Dezember 2021

Lisa freut sich schon aufs Kerzerl anzünden. Heute sind es schon zwei!

Und weil ihr das so Spaß macht, bläst sie die Kerzerl auch gleich wieder aus. Sonst kann man sie ja nicht nochmal anzünden ...

Dabei werden die Großen immer so sentimental. Dann erzählen sie von der Zeit als die Großen noch Kleine waren. Das kann sich Lisa ja gar nicht vorstellen. Aber die Geschichten sind schön! Lisa macht es sich mit einem Kaminfeuertee gemütlich und lauscht gespannt:

"Ich habe es in der Adventszeit geliebt mit meiner Mama Kekse zu backen, als ich noch ganz klein war, wurde mein Hochsitz zu einem Tisch mit Sessel umgebaut und dann hatte ich mein eigenes Backzeugs und Teig auf meiner Höhe.
Was noch super war, war selbstverständlich Schnee (wenn es welchen gab, was zumeist aber der Fall war) Wir hatten einen relativ hohen Hügel hinter dem Haus, wo wir immer gemeinsam Bob fahren und Ski-fahren waren. Das Highlight war dann der „Kaminfeuer“ Früchte-Zimt Tee danach im warmen Wohnzimmer, ich liebe den Tee heute noch.
Was ich auch gerne mit meiner Mama gemacht habe, waren Spaziergänge bei uns im Ort abends, da war kaum was los auf den Straßen und man hat überall Weihnachtsbeleuchtung gesehen.
Wir haben als Kinder im Auto am Heimweg auch immer beleuchtete Bäume (Christbäume) gezählt und einen Wettbewerb gestartet, wer mehr gesehen hat."

 

 

"Kerzenlicht, wenn's draußen schon dunkel ist, Keksduft und basteln mit meiner Mama ... sooo gemütlich war das! :-) "

"Das Keksebacken war immer schön, auch der Heiligabend war immer schön gestaltet, mit Geschenken und leckerem Essen. An Weihnachten finde ich im Nachhinein am lustigsten, dass die Eltern immer so tun mussten, als ob ihnen meine Geschenke gefallen.
Am Allerbesten an der ganzen Adventzeit war immer der Adventkalender. Ich habe immer den allerallerallerallercoolsten Adventkalender, handgemacht und an mich angepasst. Einmal hat jeder aus der Familie für jeden einen Adventkalender gemacht, heuer gibt es einen gemeinsamen Familienkalender, bei dem jeder sich ein paar Geschenke ausdenkt und wir abwechselnd die “Türchen“ aufmachen.
Der Christkindlmarkt war auch immer am allerschönsten: das Punschtrinken, die vielen Geschenke, die ganze Atmosphäre. In der Weihnachtszeit sind alle viel netter zueinander. Am Coolsten war das Feiern in Südtirol bei Omi und Opi. Dort bin ich immer mit dem Zug alleine hingefahren und habe mit Oma, Opa und im besten Fall auch Cousins Weihnachten gefeiert.
In jedem Fall ist Weihnachten eine sehr schöne Zeit."

"Ich hab den selbstgebastelten Adventkalender geliebt. Kevin allein zu Haus, Mandarinen und Erdnüsse knacken."

"Für mich war es am schönsten:
wenn es geschneit hat
wenn die ganze Wohnung nach Keksen roch
wenn viele Kerzen angezündet wurden
wenn der Picknickkorb gepackt wurde und wir an den Strand fuhren"

"Gemeinsam mit zwei anderen Familien haben wir am Nikolo-Abend Nikolaus-Säckchen befüllt: am großen Tisch lagen Mandarinen, Nüsse, kleine Süßigkeiten ... Reihum gingen die Säckchen, wir füllten eine Leckerei hinein und gaben das Säckchen der nächsten Person weiter. Die vollen Säckchen wurden dann von einem Jugendlichen nach draußen mitgenommen, wo er sich als Nikolo verkleidete, als solcher wieder hereinkam und die Überraschungspakete verteilte. "Was wird denn da wohl drinnen sein?", fragte ich mit großer Spannung und war vom Besuch des Bischofs beeindruckt. Zu der Zeit hatte ich nämlich bereits völlig vergessen, dass ich selbst mitgeholfen hatte das Säckchen zu befüllen und ja auch wissen hätte können, wer hinter dem langen Bart steckte."

Da fällt Lisa ein, dass sie unbedingt noch ihre Schuhe von gestrigen Waldspaziergang reinigen mag. Nicht dass sie morgen ihre Nikolonüsse zwischen dem Gatsch suchen muss ... 

Danke ihr lieben Großen aus dem Nanaya für das Teilen Eurer Erinnerungen!

Einen schönen zweiten Erinnerungs-Adventsonntag!


 

4. Dezember 2021

Da hamma den Salat!!!!!

Lisa will helfen! Sie will endlich mal richtig mit dem Messer schneiden!! Den Großen fällt ein, dass Lisa eine Obstsalat machen könnte. ... wegen der vielen Multivine ist das gaaanz wichtig, das Obst essen und so!
Also: Lisa holt das Messer aus ihrer Spielküche. Sie beginnt mit der Banane.

Nein Lisaaa! Nicht! Die Banane muss man zuerst schälen ...
Asoooo. Nagut. Schälen.

Bananen kann Lisa super schneiden. Weintrauben kullern leicht weg. Die Großen teilen sie zuerst, dann kullern sie nicht mehr so leicht weg.

Die Kiwi geht schon ganz schön schwer. Lisa schnauft und schwitzt. Da müssen die Großen helfen ..

Die Birnen sind noch zu hart. Und die Ananas ist viiiiiiel zu groß! Lisa kann aber alles alleine in die Schüssel werfen. Und sie kann eine Zitrone auspressen helfen. 

So viel Obst!

Claudia weiß, wie das Lisa-Obstsalat-Obst in Gebärdensprache heißt!

Vor dem Essen brauchen wir jetzt nur mehr aufräumen ... Lisa? Lisa muss ganz dringend selber kochen.

Liiisaa! Was ist jetzt mit dem Aufräumen! Hmm .. wie war nochmal die Gebärde für Aufräumen? Ob Claudia uns das vielleicht hier erzählt?

Einen mutivin-gebärdigen Adventsamstag!


 

3. Dezember 2021

 

Lisa träumt immer noch vom Schneeausflug. Sie träumt vom Pläuschchen mit dem Schneemann ...

... und vom Schneeengerl machen. 

 

Vielleicht hat es heute Nacht geschneit? Sie schaut beim Fenster raus.

Die Große schaut auf die Uhr. Halb sechs. Gäähhhn! Lisa will wieder Reisschnee in der Wanne. Aber die Große findet es liegt noch genug Reisschnee ausserhalb der Wanne herum. Kein Reis? Dann will Lisa rausgehen. Jetzt sofort und auf der Stelle. Sie zieht sich an. Fertig! Los geht's!

Frühstück? Welches Frühstück? Aber die Großen hatten doch gestern schon genug Zeit zum Tee trinken!  Jetzt will Lisa in den Wald!

 

Das freie „Sein“ in der Natur bzw. im Wald bietet für Lisas ganze Entwicklung einen enormen Erfahrungsraum, der in ihrer alltäglichen Umgebung – vor allem im Zimmer -  nicht gegeben ist. Wald ist eine einzige große Einladung für freies Spielen mit unterschiedlichsten vorhandenen Materialien – und außerdem ein Turbo für die Bewegungsentwicklung: auf unebenem Boden gehen, über Wurzeln hopsen,  einen Hang hinunterkullern, auf Baumstämmen balancieren...  

Nebenbei noch ein Genuss für alle Sinne: Vögel singen hören, den Himmel mit den Wolken sehen, Wind, Regen, Sonne oder Schnee auf der Haut spüren, in der Erde graben, Holz riechen, in Blätterhäufen herumrascheln und vieles mehr. All das führt zu einer guten eigenen Körperwahrnehmung. Endlich hat der natürliche Bewegungsdrang genug Platz. Der Wald fordert Lisa zum Erforschen und Ausprobieren auf. Endlich kann Lisa - solange sie will -  der Schnecke zuschauen, die immer wieder langsam und vorsichtig ihre Fühler ausstreckt. Oder den Schmetterling beobachten, wie er Nektar trinkt. Obwohl sie sonst rennen und hüpfen und wild sein über alles liebt, sitzt sie dabei ganz ruhig, schaut zu, beobachtet und staunt. 

Den Wald zu erkunden und zu genießen tut nicht nur Lisa gut – er entspannt auch die Großen. “Shinrin Yoku” nennen das die Japaner, die das auch schon seit Jahrhunderten praktizieren: im Wald baden, Wald mit allen Sinnen wahrnehmen und die heilende Wirkung der Natur erfahren. Dabei muss man gar nicht stundenlang wandern, einfach Zeit in der Natur genießen und bei jedem Wetter unterwegs sein. Das fördert sogar die Ausgeglichenheit und Gesundheit und stärkt das Immunsystem!!!! Ganz nebenbei lernt Lisa auch die unterschiedlichsten Pflanzen und Tiere kennen und schätzen. Eine tief empfundene Verbundenheit mit der Natur ist die Basis für ein positives Grundvertrauen in das Leben und weckt den Wunsch, die Erde zu schützen. 

 

Die Schmetterlinge schlafen jetzt. Und die Schnecken auch. Aber vielleicht läuft uns heute ein Eichkätzchen über den Weg? Ob es vielleicht wieder schneit?

Bis bald im Wald, Lisa!!!!  

Und wer lieber in Gesellschaft in den Wald geht, der kann uns gern im neuen Jahr wieder begleiten:
https://www.nanaya.at/wald-spielgruppe


 

2. Dezember 2021

Lisa wacht auf. Sie hat vom Wochenende geträumt. Vom Schneeausflug.

Aber als Lisa aus dem Fenster schaut, ist da kein Schnee mehr. Lisa ist traurig. Schnee! ruft sie. Schneeeee! Die Großen überlegen. Kann man Schnee irgendwie ins Zimmer zaubern? Kurzerhand leeren sie eine Packung Reis in die Babybadewanne (in die leere versteht sich). Lisa wundert sich zunächst. Seit wann wird das Mittagessen in der Badewanne gekocht? Und warum geben die Großen zwar Löffel und Schüsserl hinein aber kein Wasser? Reis ohne Wasser? Ob sie heute vielleicht besser bei der Oma isst? Erst als der Große Lisa einlädt, sich doch dazuzusetzen, fängt Lisa an neugierig zu werden. Darf sie? Darf sie wirklich? Sich ins Mittagessen setzen? 

Ja, sie darf. Denn heute gibt es Spaghetti und der Reis ist jetzt ein Spielreis. Zum Schütten. Zum Eingraben. Zum Löffeln. Zum So-tun-als-ob-Schnee. Lisa freut sich und ist beschäftigt. So kann der Große zumindest einmal mit einem ruhigen Tee in den Tag starten. Und nachher? Nachher wird noch gemeinsam aufgekehrt.

Einen genußvollen Schütt-Tee-Kaffe-Start in den Tag!

Anmerkung: Sollte die Badewanne auch noch für andere Zwecke als Reis-Schütt-Spiele verwendet werden, kann der Reis in eine Box gefüllt und so zu einem anderen Zeitpunkt wiederverwendet werden. Wenn in der Babybadewanne gerade das große Geschwisterl sitzt, dann tut es auch eine große Schüssel auf einem großen Leintuch oder eine ausgeräumte Unterbettbox oder ein kleines Planschbecken oder ...


 

1. Dezember 2021

Eeeeeendlich gehts los! Lisa hat schon ganz gespannt auf euch gewartet! Lisa, wo bist du denn?

Lisa!! Lisa, der Adventkalender fängt an! Was machst du denn?

In die Spielzeugkiste setzten ist gerade ein Lieblingsspiel von dir. Aber Lisa, der Adventkalender ...

Ja, du hast zwei Bälle gefunden. Hmm... was könnten wir denn mit den Bällen spielen? Vielleicht ..

... magst du eine Ballmassage haben? Am Rücken oder auf den Beinen oder am Arm oder ...

.. oder vielleicht zu diesem Lied?

Die Großen hätten ja auch gerne eine Rückenmassage. Aber Lisa mag grad nicht massieren. Da klemmt sich die Große kurzerhand den Ball zwischen den Rücken und die Wand und massiert doch glatt die Wand! Aber das ist doch Lisas Adventkalender! Da sollten doch Ideen für Lisa drinnen sein! Die Große erklärt Lisa, dass ganz viel Ideen für Lisa und andere Kleine drinnen sind. Aber dass manchmal die Großen auch ein paar Ideen für sich brauchen. Und die Große hat nicht die Wand sondern ihren eigenen Rücken massiert. Das mögen die Großen nämlich genauso gern wie die Kleinen.

Lisa mag das auch ausprobieren. Es ist gar nicht so leicht, den Ball zwischen ihrem Rücken und der Wand einzuklemmen. Die Große hilft ein bisschen. Und dann geht sie ein bisschen in die Knie und steht wieder auf. Dabei rollt der Ball zwischen Wand und Rücken auf und ab. Oh, das fühlt sich lustig an! Das kitzelt ein bisschen.

Also lieber wird Lisa von der Großen abgerollt. Aber wenn gar niemand da ist, ist das durchaus auch eine Möglichkeit.

Einen angenehmen-entspannten ersten Dezember!

Anmerkung: Für die Ballmassage könnt ihr einfach einen Ball nehmen, der sich in der Spielzeugkiste findet. Es darf auch mit verschieden großen oder verschieden festen Bällen experimentiert werden, um herauszufinden, welcher Ball einem persönlich am liebsten ist.