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RÜCKBLICK: "Hebammen im Porträt - Der schönste Beruf"
Fotoausstellung im Nanaya während des Sommersemesters 2015

Ulrike Wieser, mobile Fotografin in Wien, hat Hebammen bei der Arbeit begleitet. Die entstandenen Fotos zeigen einzelne Hebammen im Porträt, mit jeweils drei "typischen" Werkzeugen. Ulrike Wieser thematisiert, wie der gewählte Beruf sich in den Gesichtern der Hebammen widerspiegelt, und gibt Einblick in ihr tägliches Arbeitsleben. Zitate aus persönlichen Gesprächen mit den Hebammen über ihren Beruf, ihre Erlebnisse und ihren Arbeitsalltag ergänzen die Fotoausstellung.

Die Ausstellung "Hebammen im Porträt" als YouTube-Video: Bitte hier klicken!
 

 

RÜCKBLICK: Weltweite Premiere des Dokumentarfilms "MICROBIRTH"
Filmvorführung und Diskussion am 20. September 2014

Dieser Dokumentarfilm betrachtet die Geburt aus einer völlig neuen Perspektive und untersucht, welche Rolle dabei die Welt der Mikroben spielt. Neueste Forschungsergebnisse lassen uns verstehen, warum die Art und Weise, wie wir gebären, die Gesundheit unserer Kinder ein Leben lang beeinflusst – und wahrscheinlich sogar Auswirkungen auf die nächsten Generationen hat.

Bei vaginalen Geburten findet ein Transfer von nützlichen Bakterien von der Mutter zum Kind statt. Ein Baby, das durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommt, entwickelt eine andere Darmflora. Daher wird vermutet, dass dieses Baby sein Immunsystem nicht voll entwickeln kann. Eine andere Hypothese ist, dass der Hormoncocktail unter den Wehen die Immunabwehr und den Stoffwechsel tiefgreifend beeinflusst.

Der Dokumentarfilm „ Microbirth“ berichtet über aktuelle Forschungsergebnisse und zeigt, dass die Art und Weise, wie wir gebären, möglicherweise sogar Auswirkungen auf die Zukunft der gesamten Menschheit hat. Der Film wurde von dem britischen Filmemacher-Paar Toni Harman und Alex Wakeford produziert, die beiden führten auch die Regie. Ihr voriger Film „Freedom For Birth“ wurde 2012 in 50 Ländern in über 1.100 öffentlichen Vorführungen uraufgeführt, u.a. auch bei uns im NANAYA.

„Microbirth“ wurde weltweit am Samstag, den 20. September 2014 in öffentlichen Vorführungen uraufgeführt, so auch im NANAYA. Es war nur eine kleine Gruppe von Zuschauerinnen anwesend, dennoch war der Filmabend sehr angenehm und im  Anschluss an die Doku wurde lange diskutiert.

Nähere Infos und Trailer zum Film: Bitte hier klicken!
 
 

RÜCKBLICK  "24 Stunden rund um die Geburt" 
Veranstaltung vom 17. &. 18. 9. 2004


Die Veranstaltung  wurde mit einer Performance und einer musikalischen Einleitung eröffnet. Dann begann Frau Verena Schmid, Hebamme, Direktorin der Scuola Elementale di Arte Ostetrica in Florenz mit ihrem Vortrag:

Der Schmerz als Geburtshelfer
Frau Schmid sprach über die fundamentale Bedeutung des Geburtschmerzes, der den Körper der Frau zur Ausschüttung der nötigen Hormone anregt, die in weiterer Folge auch dem Kind zukommen.  Ohne Schmerz keine Hormone.
Michel Odent weist in seinem Buch "The scientification of love" darauf hin, was es für die Menschheit bedeuten könnte, ohne das Imprinting der Liebes- und Bindungshomone zur Welt zu kommen und er sagt aus, dass die Entdeckung des Liebesimprintings fuer die Menschheit so wichtig sei wie die Entdeckung des Feuers für unsere atavistischen Vorgänger.

All dies ist jedoch nur möglich wenn die Gebärende nicht gestört wird, wenn die Umgebung intim und beschützt ist und wenn die Hebamme eine gute Unterstützung anbietet für die ganze Geburt, die erst zwei Stunden nach der Austreibung des Kindes endet.  Dann wird der Schmerz von einem unerwünschten zu einem fundamentalen Bestandteil einer natürlichen Geburt, ein Element, das die Frau aktiv und stärker macht und den Grundstein legt für die Mutter-Kind-Beziehung und gesundheitsfördernd ist.

Viele der Anwesenden waren sehr berührt von ihrer eindringlichen Darstellung,  und einige der schwangeren Frauen bedankten sich bei ihr für die Motivation, mit dem Schmerz anders umzugehen.


Nach einer weiteren musikalischen Einlage gab Herr Prof. Harald Werneck einen Überblick über die Studie zur:

Geburt der Väter
Je näher und ungestörter die Väter bei der Geburt dabei sein können, umso intensiver ihre Bindung an das Neugeborene.  Besondere Bedeutung haben die Väter bei einer Kaiserschnittgeburt, weil sie die erste Phase (bondingphase) mit dem Kind erleben können.  Diese Väter fühlen sich im Vergleich zu den anderen auch kompetenter was die Pflege und Betreuung des Neugeborenen betrifft.
Ein Thema das Prof. Werneck noch kurz erwähnte, war die mögliche PPD bei Männern, die mit der Überforderung durch die Geburt, bzw. die Hilflosigkeit, die sie in dieser Situation erlebt haben, zusammenhängen könnte.


Die nachfolgende Vernissage wurde wieder von 3 MusikerInnen untermalt und war sehr beeindruckend. 


Der Abendvortrag von Herr Dr. Wolf Lütje beschäftigte sich mit dem Aspekt „Zeit“ bei der Geburt.

Gebären ist zeitlos
Herr Lütje brachte Beispiele aus der Literatur und Kunst, die den Aspekt „Zeit“     beleuchten.  Weiters betonte er die Notwendigkeit, das Krankenhauspersonal, d.h. die Hebammen und diensthabenden ÄrztInnen für Fortbildungen zu gewinnen, um einen neuen Umgang mit den Gebärenden zu ermöglichen.   Weg von der pragmatischen Machbarkeit z. B. eines geplanten Kaiserschnittes hin zu einer respektvollen und unterstützenden Haltung der Gebärenden gegenüber.  Dies aber braucht Zeit und eigene Stabilität.


Künstlerische Darbietungen
Danach gab es noch mehrere künstlerische Aufführungen, die sich in unterschiedlichen Zugängen und sehr eindrücklich mit dem Thema Geburt beschäftigten.


Schwangerer Bauch zum Umhängen und Üben


  
„Eier Tango für vier gackernde Hühner“ eine Tanzperformance


Am Samstag Vormittag erlebten wir die sehr spannende „Geburt“ von Bea Schrader, einer performance Künstlerin, die die ganze Zeit seit Freitag um 14 00 Uhr in einer Art künstlichen Gebärmutter als Embryo verbracht hatte.  


Die Geburt beginnt

Danach gab Prof. Marsden Wager, ehemaliger WHO regional officer for womens health sein eindrückliches Statement zum Thema

Whose Body is it?
Prof. Wagner  thematisierte sehr lebendig den enormen Machtkampf, der um den Körper der Frau stattfindet und plädierte vehement dafür, die Frauen in ihrer Gebärfähigkeit nicht zu stören.  
Dann gab er einen Überblick in Zahlen bezüglich Kaiserschnittgeburten, die aussagen, dass in Österreich jährlich über 19 Millionen Euro unnötigerweise dafür ausgegeben werden und damit auch über 7000 Frauen und deren Babys gefährdet werden.  (Zahlen liegen bei uns auf)

Sein Optimismus,  dass sich die Frauen wieder verstärkt wehren werden,  wenn der Tiefpunkt in der Betreuung und Behandlung von ihnen während der Schwangerschaft und bei der Geburt erreicht sein wird,  war wohltuend.




Sollten keine aktuellen Kurstermine sichtbar sein:
das neue Kursprogramm erscheint jeweils im
Jänner bzw. Juli.
matrix@nanaya.at